Frank Gawehns oder auch "The Frankman"

Vorgeschichte
Ja, das eigentliche Instrument, welches ich immer spielen wollte, war mir nie richtig vergönnt:
DRUMS
Also alles was wie eine Trommel aussah, musste damals herhalten. Mit Töpfen, Eimern und Deckeln spielte ich zu allem, was aus den Lautsprechern kam. Ansätze um an ein richtiges Set zu kommen, wurden leider bereits im Keim erstickt. Vielleicht lag es an dem Vorurteil meiner Eltern, ein Schlagzeug wäre zu laut.
Dann mit 16 bekam ich plötzlich einen Bass zu Weihnachten.Hä? Wieso Bass? Und vor allem ohne Vorankündigung! Es war die Idee meines Bruders, Kay. Später sollte ich dann auch noch erfahren, warum es ein Bass sein musste.
Bass gut und schön. Ist aber leider irgendwie gar nichts zu hören. Also wurde ein alter HiFi Röhrenverstärker organisiert und die Bass Box selber gebaut. Den Lautsprecher gab es bei Conrad und das Holz im Baumarkt.
Obwohl später jemand sagte, dass die Box eher wie eine Waschmaschine aussah, war ich tierisch stolz auf mein Equipment.
Anmerkung: Diese Box gibt es immer noch. Ich habe sie 1990 mal als Gesangsmonitor umgebaut und ist heute noch im Dienst.
Schon ging es los. Ich legte mir meine Lieblingsscheibe ALIVE I von KISS auf und....nahm sie dann auch gleich wieder runter. Das ging ja gar nicht. Leider war ich für die Handbücher immer zu ungeduldig und so startete ich einen zweiten Versuch mit Neil Young's Rust Never Sleeps. Schon besser. Nach Stunden gelang es mir dann Hey Hey My My mitzuspielen. Der Triumph über mein Instrument hatte aber auch seinen Preis: Der Bass sah aus wie eine Gibson Les Paul. Schwarz mit einem endlos langen Hals und dazu noch schwarze, kunststoffbeschichtete Saiten. Schon mal stundenlang mit einem Finger auf einer Plastiksaite herumgerutscht? Ich hatte tatsächlich kleine Brandblasen an den Fingern. Es hieß also Pause machen.
So ging es dann immer weiter. Ich wurde langsam behände am Bass. Nicht, dass ich in die Profiliga aufsteigen konnte, aber es ging schon ganz gut. Wie bereits erwähnt, habe ich mich immer sehr schwer mit den Handbüchern getan. Nein, es liegt nicht daran, dass ich nicht lesen kann! Was sich daraus ergab war, dass ich eigentlich nicht wusste, was ich spiele, also ist das nun ein G oder C oder was, sondern das alles nach Gehör ablief.
Anmerkung: Den Kram mit den Buchstaben und Tonarten kann ich aber heute. Ehrlich!